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Ausflug zur Quelle der Nebelbeeke

Ausflug zur Quelle der Nebelbeeke

Der Geschichtsverein Westuffeln hat am womöglich letzten sonnigen Tag des sehr langen Sommers 2018 einen Ausflug nach Fürstenwald zur Quelle der Nebelbeeke unternommen. Die Nebelbeeke ist ein gut 10 km langer Bach, der unterhalb des Postenberges in Fürstenwald entspringt, an den Ortslagen von Fürstenwald und Ehrsten vorbei fließt, Meimbressen und Westuffeln direkt quert und in Obermeiser in die Warme mündet.

Zu der etwa 50-köpfigen Wandergruppe gesellte sich am Treffpunkt, dem Bahnhof von Fürstenwald mit Dr. Udo Schlitzberger auch ein Vertreter des Geschichtsvereins Fürstenwald, der sich bereit erklärt hatte, die Wanderung mit Informationen zu interessanten Sehenswürdigkeiten zu begleiten. Die Wanderstrecke führte zunächst zu den Kopf- oder Koppensteinen, einem Naturdenkmal und dem Wahrzeichen Fürstenwalds. Die Koppensteine sind als Basaltschlote umgeben von durch Erosion abgetragenen weichen Materialien wie Tuffstein und Muschelkalk stehen geblieben und ragen nun wie Türme in die Landschaft. In der Nähe der Nebelbeeken-Quelle befand sich eine Wüstung namens Zopfenhagen, die zweite Station der Wanderstrecke. Dr. Udo Schlitzberger zeigte der Gruppe einige Fotos und Tonscherben als Fundstücke aus dem Wüstungsgebiet. Schließlich gelangte die Gruppe zur Quelle der Nebelbeeke, die wegen der lang anhaltenden Trockenheit spärlich, aber kontinuierlich floss.

Danach ging es den Postenberg hinauf und die Katzensteine waren das nächste Ziel. Die im Wald gelegene Basaltformation hat eine wandartige Struktur mit einem vermutlich von Menschenhand gearbeiteten, auffälligen Loch, durch das man zur Sommersonnenwende von etwa 40 m Entfernung den Sonnenuntergang sehen kann. Nach einer Rast im Sonnenschein mit einer herrlichen Weitsicht über Fürstenwald und die weitere Peripherie war die letzte wichtige Station des Rundgangs an der Reihe: Der Hangarsteinsee. Am Hangarstein wurde in einem Steinbruch Basalt für Straßen- und Wegebau abgebaut. Nach Wassereinbrüchen wurde der Steinbruch 1929 aufgegeben und es entstand ein Waldsee, in dem viele Fürstenwälder früher Schwimmen gelernt haben. Das Farbenspiel des Herbstlaubs in der Sonne mit der Spiegelung auf der Wasserfläche und einem Fischreiher als Zugabe beeindruckte die Wanderer. Auf der Strecke der früheren Lorenbahn zur Verladestation am Bahnhof ging es wieder zurück Richtung Fürstenwald. Wer wollte, konnte sich zum Abschluss im Ort noch den farbenfrohen Kirmesumzug ansehen.

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