Geschichtsverein Westuffeln e.V.
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Aktuelle Berichte

Frühlingsfest in der Westuffler Kirche

Gemischter Chor Westuffeln
Geschichtsverein Westuffeln

Der Mai ist gekommen – Frühlingsfest in der Westuffler Kirche

Den Frühling und den Wonnemonat Mai begrüßten der Gemischte Chor Westuffeln und der Geschichtsverein Westuffeln bei einem gemeinsamen Frühlingsfest. Ein bunter Blumenstrauß an Programmpunkten wartete auf die zahlreichen Gäste in der vollbesetzten Kirche. Die Attribute der Beiträge reichten dabei von Musikalisch über Humoristisch und Nachdenklich bis hin zu Satirisch. Andreas Zier sorgte mit seinem Team für hervorragende Akustik und tauchte das Kircheninnere mit zahlreichen Beleuchtungsmodulen in immer neue Farben. Nach Einbruch der Dunkelheit wurde die Kirche auch von außen angestrahlt und vor allem die raue Schönheit des mittelalterlichen romanischen Kirchturms kam zur Geltung.

Im ersten Teil des Abends stand der Dichter Emanuel Geibel und sein wohl bekanntestes Werk, das Gedicht und Lied „Der Mai ist gekommen“, im Mittelpunkt, das der Gemischte Chor unter der Leitung von Agnes Storz zum Auftakt vortrug. Nach der Begrüßung durch die Vereinsvorsitzenden Claudia Hedrich und Wolfgang Lange schloss sich mit „Gesang im Grünen“ ein weiteres Geibel-Lied des Chores an. Franziska und Wolfgang Lange berichteten mit Texten und Bildern über die Biographie Geibels und seinen Aufenthalt in Escheberg in 1841/42. Ein weiteres Geibel-Lied „Wer recht in Freuden wandern will“ wurde von allen gemeinsam gesungen, ebenso wie das Kirchenlied „Geh aus mein Herz und suche Freud“, mit dem der zweite Teil des Abends mit dem Schwerpunkt „Frühling und Mai“ begann.

Frühlingsgedichte von bekannten deutschen Literaten wie z. B. Goethe oder Schiller, aber auch Heinz Erhardt, trugen Annette Engelbrecht, Christine Rüddenklau, Jürgen Düster, Ursula Alhart, Luise Lauer, Alexandra Dehmel, Dagmar Simon, Marvin Berndt und Hermann Kampe - launig moderiert von Mike Engelbrecht - vor. Es folgte wieder ein musikalischer Beitrag: Regina Trampedach sang und spielte auf der Gitarre ihr selbst komponiertes und getextetes Lied „Frage nicht, was gestern war“ sowie im Duett mit Erni Muck „Schön ist das ländliche Leben“. Großer Applaus war der Dank des Publikums.

Franziska & Wolfgang Lange

Franziska und Wolfgang Lange berichteten mit Texten und Bildern über die Biographie Geibels und seinen Aufenthalt in Escheberg

Frühlingsgedichte

Annette Engelbrecht, Christine Rüddenklau, Jürgen Düster, Ursula Alhart, Luise Lauer, Alexandra Dehmel, Dagmar Simon, Marvin Berndt und Hermann Kampe - launig moderiert von Mike Engelbrecht

Regina Trampedach & Erni Muck

Walter Kampe

Walter Kampe trug in seiner unnachahmlichen Art die „Memoiren eines Maikäfers“ und ein selbst verfasstes Gedicht über Kindheitserinnerungen als „Maibölzer“ vor, das die Zuhörer mit großer Heiterkeit verfolgten. Schließlich gab es auch eine Premiere an diesem Abend: Bei dem Gastauftritt der Folk-Gruppe „Welkin“ spielte neben Andreas Zier und Linda Neitsch auch Leon Neitsch am Bass erstmals vor Publikum. Lang anhaltender Beifall für zwei neue Chris-de-Burgh-Lieder sowie das Gänsehaut-Lied „Angel“ von Sarah McLachlan war ihnen sicher.

Welkin

Leon Neitsch, Linda Neitsch & Andreas Zier

Mike Engelbrecht

Wer noch nicht wusste, dass Mike Engelbrecht ein Meister der Sprach-Virtuosität ist, konnte es an diesem Abend erfahren. Sein Bericht über den Maikäfer und seine Persiflage auf seltsame menschliche Verhaltensweisen im Frühjahr aus der Sicht des Maikäfers mündete in dem 5. Streich der Max-und-Moritz-Geschichten von Wilhelm Busch. Das Programm endete mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Nun will der Lenz uns grüßen“ sowie den vom Chor vorgetragenen „Now is the month of maying“ und „Tiritomba“. Den Schlusspunkt setzte der Chor erneut mit dem Lied „Der Mai ist gekommen“, diesmal aber in der Westuffler Mundart - dem Westüüfelschen Platt.

Nach dem Programm bestand Gelegenheit, eine Mini-Ausstellung über Geibel und Escheberg anzusehen und sich mit Laugenstangen, Käsespießen, Maibowle u. a. zu stärken. Statt Eintritt baten die Veranstalter um Spenden für den Erhalt der Westuffler Kirche und das aufgestellte Sparschwein wurde fleißig gefüttert.

Winterwanderung zum Prinz und zur Jagdhütte

Geschichtsverein Westuffeln e.V.
Winterwanderung zum Prinz und zur Jagdhütte

Der Geschichtsverein Westuffeln hat eine Winterwanderung im südlichen Teil der Gemarkung unternommen. Rund 90 geschichtsinteressierte Wanderer – darunter auch viele Kinder – machten sich auf den Weg und hatten Glück mit dem Wetter, denn von oben blieb es trocken und es kam zwischenzeitlich sogar die Sonne durch.

Auf dem Triftweg – einst als Holzabfuhrweg angelegt – ging die Wanderung Richtung Hagen vorbei an ungewöhnlichen Gemarkungsnamen wie Fiddelhof oder Gänsewinkel. Berichtet wurde von einem Flugzeugabsturz 1943 am Oppermannsberg und das Rätsel um den im Volksmund bekannten Gemarkungsnamen „Prinz“ wurde gelüftet. Das Grundstück wurde Anfang des 20. Jahrhunderts an einen Kaufmann aus Kassel verkauft, der verwandtschaftliche Beziehungen nach Westuffeln hatte. Er hatte vermutlich eine Kolonialwarenhandlung, denn er lieferte auch Apfelsinen und wurde deshalb von den Westufflern „Apfelsinen-Prinz“ genannt. Er kaufte die Wiese vor dem Hagen, weil er dort ein Wochenendhäuschen mit Blick auf Westuffeln bauen wollte. Aus diesen Plänen ist nichts geworden, aber die Wiese hatte ihren Namen weg: Der „Prinz“!

Nach einem kleinen Abstecher in den Wald des Hagens konnte die Landschaft, der Ort Westuffeln und weitere Orte und Bergkuppen der Peripherie an einem wunderbaren Aussichtspunkt, an dem die Vatertagsgemeinschaft eine neue Bank aufgestellt hat, genossen werden. Auf die ursprünglich geplante Wanderung durch das Loh verzichteten die Organisatoren angesichts der bereits absolvierten Wegstrecke; das Loh wird zu einem späteren Zeitpunkt Ziel einer weiteren Wanderung sein. Bereits jetzt wurde die Gruppe über die Entstehung des Lohs und seine Besonderheiten informiert
Den Schlusspunkt bildete eine Rast an der Jagdhütte, bei dem sich die Wanderer bei Suppe, Schmalzenbrot und Tee stärken konnten, bevor sie dann wieder den Heimweg antraten.

An der neuen Bank am Waldrand des Hagens gab es Erläuterungen zur Westuffler Gemarkung. (Foto: Brunhilde Berndt)